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Ruyned - Profanum Sacrificium

VÖ: 26. Juni 2026  •   Label  Osmose Productions

Ruyned - Profanum Sacrificium

Das Info verspricht „Fast. Raw. Rabid. Merciless. Total speed metal violence.“

Der angeschwärzte Speed Metal erfreut sich ja wieder zunehmender Beliebtheit. Vieles aus diesem Genre kann mich nicht wirklich überzeugen, aber RUYNEND machen mich beim Reinhören neugierig. Nach einem beschaulichen Intro legen die Rumänen sofort richtig los. Bei dem Beginn hat man den Eindruck, die Jungs live zu sehen. Das erste Riff strotzt vor Tempo und Spielfreude, ein fulminanter Einstieg, an den das folgende ´Sex’n Speed´ nahtlos anknüpft. Bei ´Sex Commander 666´ (was für ein geiler Titel, das schreit nach einem Backprint auf dem Bandshirt) nehmen die Jungs die Geschwindigkeit auch mal etwas raus, können trotzdem überzeugen. Was mir an den Songs gefällt, dass sie mehr an MOTÖRHEAD als MAIDEN anknüpfen. Leider hat die Scheibe mit ´Orgasm Through Death´ dann einen Bruch. Der Song wildert eindeutig im Revier des schleppenden Black Metal und ist einfach langweilig und der eindeutige Schwachpunkt der Scheibe. Nach einem ruhigen Zwischenspiel kommen die Jungs mit dem Titeltrack und ´Malleus Maleficarum´ wieder auf Kurs, ohne ganz die Qualität der ersten Songs zu erreichen. Der Rausschmeißer bietet dann wieder die Energie, die die ersten Tacks auszeichnet.

Das Outro ist mir zu lang und nett ausgefallen, ´Profanum Sacrificium´ sollte sich so verabschieden, wie es in den Opener eingestiegen sind.

Hätten sich RUYNED auf 20 Minuten beschränkt, wäre das Versprechen von „Fast. Raw. Rabid. Merciless. Total speed metal violence.“ locker eingelöst worden. So ist das Bierglas nur zu 2/3 voll, ist ja auch nicht schlecht.
Ruyned - Sex Commander 666 (Official Video)