Zum Hauptinhalt springen

Stryper - Throne Of Thorns

VÖ: 25. September 2026  •   Label  Frontiers Music srl

Stryper - Throne Of Thorns

Stryper sind und bleiben vermutlich die christlichste Metal-Band schlechthin und müssen das eigentlich auch niemandem mehr beweisen. Was mir bei der Band schon auf den letzten Platten besonders gut gefallen hat, ist dieser fette Gitarrensound. Dazu kommen Michael Sweets teils hohe Vocals, große Refrains und natürlich die mehrstimmigen, den Fans bekannten Harmonien – all das gehört seit Jahrzehnten zum unverwechselbaren Stryper-Sound.

Mit Throne of Thorns, das am 25.09.2026 über Frontiers Music S.r.l. erscheint, veröffentlichen Stryper mit elf Titeln ihr sage und schreibe 18. Studioalbum, laut Band. Um es vorwegzunehmen: Michael Sweet und seine Mitstreiter bleiben auch diesmal ihrer Linie treu – und das trotz teils schwerer gesundheitlicher Rückschläge in den vergangenen Jahren. Der langjährige Gitarrist Oz Fox ist zwar wieder mit der Band unterwegs, konnte seine Künste auf dem neuen Album allerdings nicht an der Gitarre einbringen. Auch hier spielte die Gesundheit leider wieder einen bösen Streich. Die Gitarrenparts übernahm diesmal Michael Sweet komplett alleine.

Gleich mit dem Titeltrack „Throne of Thorns“ legen Stryper direkt ordentlich los. Klingt schon mal sehr erfrischend, wie ich finde. Starke Riffs und natürlich Michael Sweet mit seiner unverwechselbaren Stimme. Der Refrain bleibt schnell hängen und macht sofort klar, dass Stryper noch lange nicht zum alten Eisen gehören.

„Here In Your Heart“ nimmt etwas Tempo raus und setzt stärker auf die typischen Gesangsharmonien der Band. Ein schöner Song, der sich gut ins Album einfügt.

Mit „Falling“ geht es wieder mehr in Richtung melodischer Hard Rock. Sehr eingängig, vielleicht schon fast ein bisschen zu typisch Stryper. Erinnert mich stark an die Platten aus den 80ern.

Richtig stark wird es bei „I'm Alright (I'm Okay)“. Der Song geht gut nach vorne, hat ordentlich Dampf und einen Refrain, der sofort hängen bleibt. Für mich definitiv eines der Highlights der Platte.

Mit „Waiting For You“ schlägt man anschließend etwas ruhigere Töne an. Eigentlich eine schöne Ballade, mir persönlich fehlt hier allerdings ein wenig der Druck – bei Stryper darf es für meinen Geschmack gerne etwas mehr krachen.

Danach geht es mit „Carry The Flame“ wieder deutlicher zur Sache. Zum ersten Mal kommt etwas Doublebass ins Spiel, dazu eine starke Gitarrenarbeit und ein Refrain, der sofort hängen bleibt. Könnte ich mir live richtig gut vorstellen.

Auch „Hollywood“ gefällt mir sehr gut. Der Song wirkt etwas dreckiger und geht nicht direkt auf die Zwölf. Starke Nummer, denn dadurch bringt er ein bisschen Abwechslung ins Album.

Bei „Beautifully Broken“ sind Stryper wieder ganz in ihrem Element: große Melodie, hohe Vocals von Sweet und starke Harmonien. Gefällt mir richtig gut und ist für mich persönlich einer der stärkeren Songs auf Throne of Thorns.

Mit „Ashes To Roses“ wird es etwas abwechslungsreicher und wieder ruhiger. Alles in allem kein schlechter Song. Für mich persönlich aber kein Highlight auf dem Album.

„Alone Again“ fällt mit seiner etwas moderneren Ausrichtung ebenfalls positiv auf. Zumal mich das Gitarrenspiel stellenweise etwas an einen Crimson Glory Song erinnert.

Zum Abschluss sorgt „Shadowbreaker“ noch einmal für ordentlich Tempo. Ein passender Rausschmeißer.

Starker Abschluss …

Abschließend wäre zu sagen, dass Stryper mit Throne of Thorns das Rad nicht neu erfinden. Manchmal merkt man schon, dass die Band auf ihre bewährte Formel zurückgreift. So ist man dann doch auch auf der sicheren Seite. Nicht falsch verstehen, ich begrüße das sehr.

Anspieltipps: „Beautifully Broken“, „Carry The Flame“, „I'm Alright (I'm Okay)“ und „Shadowbreaker“

Insgesamt ein gelungener Nachfolger zu "When We Were Kings". Das Album zeigt, dass die Band auch nach so vielen Jahren und gesundheitlichen Rückschlägen noch richtig Bock auf Metal hat.

Isaiah 53:5 / Amen!!!
Stryper - "Throne Of Thorns" - Official Music Video
Stryper - "Here In Your Heart" - Official Music Video