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Thronehammer - Slay | Kill | Erase

VÖ: 09. Oktober 2026  •   Label  Supreme Chaos Records

Thronehammer - Slay | Kill | Erase

Obwohl Thronehammer bereits drei Alben draußen haben, ist die deutsch-britische Band mein persönlicher Newcomer bzw. DIE Neuentdeckung dieses Jahres für mich! Ich kannte die Band bislang tatsächlich noch nicht. Aber das, was Thronehammer mir mit ihrem Gig auf dem Braincrusher In Hell im Frühjahr vor den Latz geknallt haben, ging nicht nur ganz tief, sondern hallt bis heute nach:

Was für eine Urgewalt und Epik aus Doom-, Heavy- und Death Metal!

Zwar finden sich auf den Vorgängeralben „Ursurper Of The Oaken Throne“ (2019), „Incantation Rites“ (2021) oder „Kingslayer“ (2023) bei aller Epik und Dramatik keine klassischen „Wohlfühl-Tunes“, aber was uns Thronehammer nun auf ihrem vierten Longplayer vor die Füße schmeißen, ist schon teilweise ein alles andere als zugänglicher, roher Batzen purer Zorn und ganz weit weg von Easy-Listening-Mucke. Insbesondere der titelgebende Opener „Slay | Kill | Erase“ macht es einem nicht unbedingt leicht, so unerbittlich, unnachgiebig und unmissverständlich türmt sich dieser Koloss von einem Song fast abweisend zum Einstieg vor dem Hörer auf.

Hat man diesen krass-emotionalen Wutbrocken allerdings ausgehalten und über sich ergehen lassen, darf man sich der klassischen Doom-Death Heavy-Metal-Epik hingeben. „To Never Return“ und „Rise Of Resistance“ stehen genau in der Tradition, die Thronehammer auf dem Grundgerüst des urbritischem Slo-Mo-Death hat groß werden lassen. Gerade „Rise Of Resistance“ punktet mit begnadeten Leads und Melodie-Linien, die mich an die Gitarrenarbeit des für mich unterbewerteten Memoriam-Gitarristen Scott Fairfax erinnern. „Destroyer Ov Light“ ist mit seinen knapp sechs Minuten der kürzeste Song der Scheibe. Mit „Blade To The Heart“ nimmt das Album dann wieder so richtig Fahrt auf, ein epischer Stampfer, der langsam aber unaufhaltsam alles zermalmend nach vorne marschiert. Alles was sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen konnte wird danach bei „Thrown Into The Abyss“ unbarmherzig überrollt und hinterher geschliffen. „Dethroned“ ist wiederum ein Epic-Doom-Death – Kleinod mit Gitarren-Leads und Melodien zum Niederknien: Der König entthront, es lebe der König!

Doch das Beste kommt zum Schluss:

„Onwards To Oblivion“ sind zeitlose dreizehn Minuten Thronehammer at it´s best, die man eben nicht vergisst, sondern auf ewig in Erinnerung behalten wird, wenn man dereinst der eingeschworenen Einheit dieser sechs Musiker*innen gedenken wird.

Obwohl Thronehammer noch nie für Easy-Listening gestanden haben: Wer vornehmlich von Klassikern wie „Kingslayer“ oder „Thy Blood“ beeinflusst ist, dem macht es „Slay | Kill | Erase“ nicht unbedingt einfach. In gewisser Weise zeigen sich Thronehammer gereift und dieser Brocken will ein Stück weit erarbeitet werden...

Thronehammer - Rise of Resistance (Official Music Video)

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