Der Tod ist ja bekanntlich ein Meister aus Deutschland und mittlerweile ist es auch nicht mehr außergewöhnlich, dass er in deutscher Sprache daher kommt.
Auch auf ihrem zweiten Album "Seuchenherr" führen die Süddeutschen diese Tradition fort und knüpfen so an Vorlagen von Bands wie Crematory an, die ja schon früh deutsche Texte mit todesbleiernen Riffs verbanden.
Ich gebe zu, dass ich nicht immer ein Freund deutscher Texte bin, doch in diesem Fall tun sie der Qualität der Kompositionen keinen Abbruch und die bösen Grunzer von Matthias Mutschler passen gut zum Gesamtbild der Songs. Während das Cover bei mir eher Erinnerungen an Gothic Kapellen geweckt hatte, wirken die Songs doch eher ziemlich direkt und kraftvoll. Das erste Highlight kommt dann auch tatsächlich mit Songs wie "Grabgeflüster", der mit wirklich guter Struktur und Melodie aufwarten kann. Meist verkehrt die Kapelle im Mid-Tempo Bereich und nur selten wird das Gaspedal mal bis zum Bodenblech durchgetreten, z.B. ""Gottes Hand". Und nach dem Sturm folgt bei dem Fünfer aus Trossingen dann auch wieder Sonne ("Mutters Narbe in der Zeit").
"Seuchenherr" ist ein wirklich gutklassiges Zweitwerk geworden, das durchaus auf weitere gute Alben hoffen lässt. Mutschler & Co zeigen, dass melodischer Death Metal auch gut mit deutschen Texten funktionieren kann.
Alle Informationen, Hörproben und Kontaktdaten erhaltet ihr hier:
http://www.myspace.com/zanthropyaex