Das Flagschiff des Mainstream tauglichen Hardcore, HATEBREED, kommt mit einem neuen Langspieler. THE DIVINITY OF PURPOSE könnte bereits jetzt der Hardcorestampfer des jungen Jahres 2013 werden, denn was soll jetzt noch kommen? Jamey Jasta und Kollegen zeigen sich grooviger, härter und aggressiver denn je, ein Muss für jeden Metalfan, Hardcore-Bollo oder jene die es noch werden wollen! "all pit, no shit" ist Jastas Losung zur neuen Scheibe und das wird eingehalten.
Die letzten Auskopplungen der amerikanischen Hardcore Hassbrut, ja es waren gleich zwei, liegen nun schon fast vier Jahre zurück und konnten mich und vermutlich viele treue Metal- und Hardcorefans ziemlich enttäuscht haben. Eine Live-DVD und ein Coveralbum waren als Nachfolger vom 2006 erschienen SUPREMACY diesem nicht würdig. Drei weitere Jahre auf Tour und auch HATEBREED brauchten neues Material, um ihre "let's go" oder "let's do it" Attitudes zu gesellschaftlichen Problemen und dem Hardcorestolz weiter verbreiten zu können. Ohne größere Ablenkungen ballert somit der 35münitge Longplayer, THE DIVINITY OF PURPOSE, mit einer derben Mischung von Jamey Jastas unverkennbaren Shouts, gradlinigem, groovenden undkompromisslosen Hardcore und einer guten Portion thrashendem Metal auch den letzten Zweiflern das Trommelfell aus den Ohren. Auch wenn sich Dynamik und Arrangement der Songs immer auf dem gleichen aggressiven Niveau bewegen, Langeweile kommt hier nicht auf. Stattdessen wird dem Zuhörer ein musikalisches Produkt auf höchstem Niveau geboten. Hier stimmt alles! Die latent aggressive und an der Welt verzweifelnde Grundstimmung, fette Grooves zum Koppnicken und Matteschütteln, Texte über die es sich lohnt ruhig auch mal nachzudenken und vor allem eine Fette ballernde und thrashende Hardcoregitarrenshow , die keine Pausen erlaubt. Dass sich die fünf Möchtegern Großstadt Hardcore-Bollos aus dem ländlichen Connecticut dabei deutlicher in die Heavy-Metalschiene wie ihre Vorbilder SUICIDAL TENDENCIES oder BIOHAZARD bewegt haben, tut der Sache genau richtig.