Donnerwetter, jetzt fangen Marduk auch noch an zu experimentieren. Doch keine Angst, jeder Fan wird die Band nach wie vor wieder erkennen. Das liegt vor allem daran, dass typische Marduk Ausbrüche nicht fehlen, man höre hier zum Beispiel "Vanity Of Vanities".
Die Band hat über die Jahre einfach einen Qualitätsstandard erreicht, den man im extremen Metal Bereich nur äußerst selten findet. Die Gitarren sägen wie eh und je und auch die Produktion ist wieder gelungen. Der Gesang ist jedoch meiner Meinung nach variabler ausgefallen als auf den Vorgängerscheiben. Mortuus brüllt, kreischt und röchelt, dass sanftere Gemüter vor Schreck Reißaus nehmen werden. Und auch musikalisch hat sich bei den Nordlichtern einiges getan. Mit "Accuser/Opposer" wagt man sich an einen extrem abwechslungsreichen Mammutsong, der die 8-Minuten Grenze sprengt. Man kann "Rom 5:12" (der Titel bezeichnet eine Stelle aus dem Paulusbrief an die Römer) ohne Bedenken jedem Fan ans Herz legen. Für mich ist dies die stärkste Marduk-Platte seit "La Grande Danse Macabre".