Schon seit 25 Jahren nun kocht diese unermüdliche Band aus Herne in wechselnden Besetzungen teutonischen Stahl. Und wer die Band in sein Herz geschlossen hat, der wird natürlich auch mit "Strings To A Web" wieder vorzüglich bedient.
Mit den ersten vier Nummern erwischt die Scheibe einen fulminanten Start und bietet alles, was Rage stark macht: knallende Riffs, Ohrwurmhooks, Peavys aggressiven Gesang und Victor Smolskis charakteristisches Gitarrenspiel. Anschließend folgt ein in fünf Kapitel bzw. Songs aufgeteilter Mammuttrack namens "Empty Hollow". Hier kehren Rage mal wieder ihre progressive Seite heraus und Victor kann sich in den Instrumentalparts ordentlich austoben. Mitunter kommt man hier sogar an Dream Theater heran, auch wenn man sich seinen eigenen Stil bewahrt. Leider scheint es, als habe die Band damit ihr Pulver etwas verschossen, denn die folgenden fünf Songs kommen über gutes Rage-Durchschnittsniveau nicht hinaus. Dennoch kommt an "Strings To A Web" kein Fan melodischen Metals vorbei.