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Um ehrlich zu sein liefen BLOOD RED THRONE bei mir immer nur unter ferner liefen. Ehrlicher Death Metal, der mich jedoch nicht besonders beeindruckte. Anders verhält es sich mit dem neuesten Machwerk. Nachdem mir Gitarrist DØD (u.a. ex-SATYRICON) „Revocation Of Humankind“ als kleinen Appetizer zukommen ließ, war ich tatsächlich gespannt, was der Longplayer so bringen würde. Neben dem oberamtlichen, druckvollen Sound, kann „Union of Flesh and Machine“ vor allem durch das variantenreiche Songwriting punkten. Die Jungs können schroten bis der Arzt kommt, verstehen sich jedoch auch auf druckvollere, langsamere Passagen und scheuen sich nicht einmal vor eingängigen Grooves. Dazu kommen dissonante Riffs, die dem klassischen Death Metal der Nordmänner eine durchaus zeitgemäße Note verpassen. Mit der gelungenen Coverversion von „Leather Rebel“ zeigen Bolt & Co ihre Wurzeln. Und wenn man weiß, dass DØD neben Black Metal Bands (z.B. COBALT 60) auch in einer Hardrock Kapelle (BIG CITY) muckt, dann hört man die verschiedenen Einflüsse und Vorlieben auch in den BLOOD RED THRONE Songs durch.

„Revocation Of Humankind“ ist nach wie vor einer meiner Lieblingstracks des Albums, aber auch Songs wie das druckvolle „Homicidal Ectasy“ oder der abwechslungsreiche Titeltrack wissen zu gefallen.

BLOOD RED THRONE erfinden die Musik mit „Union of Flesh and Machine“ nicht neu, beschränken sich aber auch nicht einfach nur auf das Nachspielen alter Riffs. Das achte Album der Norweger lässt die Muskeln spielen und trifft den geneigten Hörer aufgrund des mächtigen Sounds und der brutalen Riffs mitten in die Magenkuhle.

Kategorie

V.Ö.

26. Juli 2016

Label

Candlelight/Spinefarm

Spielzeit

Tracklist

Exposed Mutation

Homicidal Ecstasy

Leather Rebel

Legacy Of Greed

Martyrized

Mary Whispers Of Death

Patriotic Hatred

Primal Recoil

Proselyte Virus

Revocation Of Humankind

Union Of Flesh And Machine

Line Up

Daniel 'DØD' Olaisen – Gitarre
Yngve 'BOLT' Christiansen – Vocals
Ivan 'Meathook' Gujic – Gitarre
Ole Bent Madsen – Bass
Freddy Bolsø – Drums