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Schon beim Lesen der Trackliste wird das ein oder andere Schmunzeln in mein Gesicht gezaubert und die Neugierde, auf die dazugehörigen Tracks, steigt rasant an. Mit jeder neuen Ära gibt es ja auch ein Update für die Monster selbst und ENDLICH wird es auch um die Kostüme mal wieder etwas düsterer! Passend zu den Outfits wurde auch der neue Silberling der Finnen, in eine dunkel-düstere Verpackung gestopft.

Das Songwriting der neuen Tracks erinnert sehr stark an das, meiner Meinung nach viel zu unterschätze Album „Deadache“. So ist auch „Scare Force One“ ein sehr starkes Album, wenn man nur mal von dem Songwriting ausgeht. Auch die garstig, finstere Atmosphäre der Songs ist nicht zu verkennen. Außerdem wurde die große Frage des„Wurde da gerade eine matschige Tomate gegen das Drumkit gepfeffert, oder spielt er Double Bass?“ endlich gelöst. Der gute Mana verlangt seinen Basses so ziemlich alles ab! Endlich wurde bei einem LORDI Album, seit dem Griff ins Klo mit „Babez For Breakfast“, mal wieder ordentlich gemischt. Und das erfreut so manch ein Ohr zutiefst. Im Allgemeinen war die Produktion dieses Albums mehr als rund und sorgt für ein grandioses Ergebnis, dass sowohl Fans, als auch Kritiker, überzeugen wird.

Mit dem Intro „SCG7: Arm Your Doors And Cross Check” haben die Monster es bereits geschafft, mir den ersten “Ähm, was ist das?” Moment zu bereiten. Das ist allerdings nicht negativ gemeint, denn „SCG7“ ist definitiv mein Liebstes Albumsinto bisher. Es hüllt mich einfach in eine saustarke, schaurige Atmosphäre und bereitet sehr gut auf das vor, was einen mit den restlichen Songs erwartet.

Der gleichnamige Titeltrack „Scare Force One“ startet dann auch direkt sehr vielversprechend durch. Kreischende Gitarre, wummernde Bässe, Industrialmäßige Keyboards und ordentlich Double Bass – Was will man mehr? Nunja, man hätte zum Beispiel dieses Tempo, und vor allem die Energie, beibehalten können. Zum Refrain hin wird der Song irgendwie fad und es braucht ein paar Anläufe, bis der Funke bei mir überspringt. Im Endeffekt aber ein durchaus würdiger Titeltrack. Ich freue mich ja schon wahnsinnig auf das dazugehörige Musikvideo.

Meiner Meinung nach ist es bei dieser Scheibe leider so, dass so ziemlich alle Songs, mit den Refrains ihren Dampf verlieren und in, fast schon langweiliges, Gedudel absacken. Sehr schade, denn normalerweise sind doch grade die Refrains bei LORDI so überzeugend.

„We are SABATON and this is..“ oh, Mist. Falscher Song!
Während den ersten paar Sekunden von „How To Slice A Whore“ habe ich wirklich genau das gedacht. Aber dieser Gedanke wurde dann auch direkt wieder verdrängt. Was soll ich zu diesem Song noch sagen? Ich. Liebe. Ihn!! Meiner Meinung nach einer der besten Songs, der jemals der Feder der Monster entsprungen ist. Er ist schnell, kräftig, bleibt im Kopf, macht tierisch Laune, man muss einfach mitsingen und der Text kann einfach nur von Monstern richtig rübergebracht werden. Definitiv mein absoluter Lieblingssong vom Album und auch in meinem Alltimefavorites-Ranking sehr weit oben eingestiegen. Warum kann nicht einfach jeder Song von ihnen so genial sein?

Der Titel „House Of Ghosts“ kann vor allem mit seinem catchigen Refrain punkten, der zum gefühlvollen Mitsingen und –schunkeln einlädt. Außerdem ist das Piano einfach erste Sahne. Genau das Selbe gilt für den Song „She Is A Demon“, wobei der Refrain hier eher zum Headbangen einlädt.

Nailed By The Hammer Of Frankenstein“ stellt ein weitere Highlight auf der Scheibe dar. Es ist einfach ein absoluter Gute-Laune-Song, bei dem alle meine Sensoren auf Party umschwenken. In meinen Ohren ist die erste Single auch einer der stärksten Songs des Albums.

Das Pianostück, „Hella’s Kitchen“, erinnert mich sehr an einen Spielesoundtrack, der mir schon früher Gänsehautschauer über den gesamten Körper gejagt hat. Die Zugabe von Hella’s Gesang krönt diese Songtorte dann noch mit einer saftigen Kirsche. Einfach traumhaft schön, aber leider viel zu kurz. Davon hätte ich mir definitiv eine längere Version gewünscht.

Das Outro des Albums hat mich dann tatsächlich auch nochmal dazu gebracht, laut loszulachen. Ich garantiere euch, dass es euch genauso gehen wird. Es geht doch einfach nichts über den Humor der verrückten Nordländer!

Über die übrigen Songs bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, außer dass ihnen irgendwie das gewisse Etwas fehlt. Die Songs sind aber in keinem Fall schlecht, eher im Gegenteil. Jeder einzelne Song hat so seine ganz besonderen Stärken, mal sind es einfach krasse Gitarrenriffs, dann mal wieder die überzeugenden Texte. Ein Schmunzeln wird man aber definitiv niemals umgehen können. Trotzdem hauen mich die Songs nicht so richtig vom Hocker. Nach mehrmaligem Durchhören gefallen sie mir zwar immer besser, starten aber immer noch nicht so richtig durch.

Es gibt dann aber auch noch ein paar weitere Aspekte, die mir auf diesem Album sehr gut gefällt. Dazu zählen: die Backing Vocals und das Keyboard/Piano. Die Backing Vocals sind einfach nur der Kracher. Es klingt fast so, als wäre Kita wieder mit im Boot (Ich mache kein Geheimnis daraus, dass seine Backings für mich zu den Highlights der LORDI Songs gezählt haben).
Das Keyboard klingt entweder wie ein klassisches Piano, was den Songs extrem gut zu Gesicht steht, oder einfach sehr Industriallastig. Egal welche der beiden Varianten nun mit in den Songs gelandet ist – sie überzeugen einfach beide.

Im Allgemeinen braucht „Scare Force One“ definitiv mehrere Durchläufe, bis es Anklang findet. Sobald die Scheibe dann aber mal gezündet hat, ist sie durchaus ein Ohrenschaum und sorgt für ein paar sehr unterhaltsame Momente. Die Texte sind endlich mal wieder so richtig dreckig und wurden den Monstern wirklich auf den Leib geschneidert.

Als Mr Lordi angekündigt hatte, dass dieses Album wohl das experimentellste werden würde, habe ich mit etwas komplett anderem gerechnet. Meine Hoffnungen beruhten sehr lange darauf, dass ich endlich ein härteres LORDI Album in die Finger bekommen würde. Meiner Meinung nach zählen die härteren und schnelleren Tracks definitiv zu den Besseren der Finnen. Aber um es mal in den Worten eben jener auszudrücken:
„Who the hell do you think you are, you Fuckface?! You don’t know a shit about nothing you say.” - Sorry, den konnte ich mir jetzt einfach nicht verkneifen, haha!

Und obwohl ich ein riesig großer LORDI-Fan bin, hat mich die Platte ein wenig enttäuscht, denn ich hatte mir sehr viel mehr erhofft.
Mir bleibt jetzt nur noch eins zu sagen:
Thank you for flying Monsterican Air! – genießen sie den Turbulenten Jungfernflug mit ihrer besonders charmanten und humorvollen Crew!

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Kategorie

V.Ö.

31. Oktober 2014

Label

AFM Records

Spielzeit

48 Minuten

Tracklist

01. SCG7: Arm Your Doors And Cross Check
02. Scare Force One
03. How To Slice A Whore
04. Hell Sent In The Clowns
05. House Of Ghosts
06. Monster Is My Name
07. Cadaver Lover
08. Amen’s Lament To Ra II
09. Nailed By The Hammer Of Frankenstein
10. The United Rocking Dead
11. She’s A Demon
12. Hella’s Kitchen
13. Sir, Mr. Presideath, Sir!

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Line Up

Vocals - Mr Lordi
Guitar - Amen
Bass - OX
Keyboard - Hella
Drums - Mana

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