Die größte Kultband der metallischen Kauzigkeit kommt zwar dieses Jahr nicht nach Deutschland, lässt aber mit einer EP von sich hören. Wirklich neu ist das Material zwar nicht (einige Songs reichen bis in die frühen 70er Jahre zurück), aber als Lebenszeichen wurden diese teilweise unveröffentlichten typischen CIRITH UNGOL Songs neu eingespielt.
Bei CIRITH UNGOL bekommt der Fan was er verlangt. Da ist dieser teils komplexe, epische Heavy Metal mit der einzigartigen, kreischenden Stimme von Tim Baker, das seltsame Schlagzeugspiel von Robert Garven, das treibenden, teils tonnenschwere Old School Riffing von Greg Lindsrom und Jim Barraza und die origialgetreue Bassuntermalung von Jarvis Leatherby in musikalischer Form. Und es ist wieder ein geniales Artwork von Michael Wheelan auf dem Cover, sodass sich ein Vinyl Kauf lohnt. Das Material ist jeglichem Zweifel erhaben. Man kann diese Musik nicht besser machen. CIRITH UNGOL klingen nach CIRITH UNGOL. Bei "Brutish Mankind" sind wunderschöne Gitarrenharmonien zu hören, die an frühe IRON MAIDEN oder WHISHBONE ASH erinnern. "Shelob's Lair" hätte in seiner leicht progressiven Verspieltheit sicher auch auf "King Of The Dead" stehen können. Was bei den Amis schon immer galt ist natürlich auch hier klar: Fans lieben die Platten, Außenstehende tendieren eher zum Nichtverstehen oder Hass. Zu schrill klingt die Stimme Bakers für Ahnungslose. Musik für Insider halt. Fans müssen hier zugreifen!