‘Liturgy of Death’ heißt das neue Album der norwegischen Black Metal Legende Mayhem. Können die Norweger auch noch nach über 40 Jahren Bandgeschichte damit überzeugen?
Am 06. Februar 2026 erscheint das neue Album des Black Metal Urgesteins via Century Media Records. Bereits der erste Song ‚Ephemeral Eternity‘ zieht den Hörer ins typische Mayhem Chaos hinein. Kompromisslos, schnell, düster – der knapp siebenminütige Start ins neue Album ist bereits vielversprechend. Man hat das Gefühl Mayhem wollen ihre Bandgeschichte damit noch einmal auf ein neues Level des Extremen bringen und passend zu ihrem Album, welches dem 40 – jährigen Jubiläum gewidmet ist, zeigen, dass sie bereits alles niedergeschmettert haben und dies auch weiterhin tun werden!
Viele Stilwechsel scheinen im neuen Album die Basis zu sein. Es ist schwierig sich in irgendein bestimmtes Gefühl hineinzubegeben, da das Chaos den Hörer fast verschlingt und es kaum eine Möglichkeit gibt aus diesem dunklen Strudel herauszufinden – aber ist das nicht genau so gewollt? Wer sonst sollte so provokativ sein, wenn nicht Mayhem?
Hier zeigt sich deutlich, dass Attila Csihar (Vocals), Ghul (Guitar), Hellhammer (Drums), Necrobutcher (Bass) und Morten (Guitar) nicht mehr nur ein eingespieltes Team sind, sondern eine Einheit. Oder sogar die Einheit des Todes? Technisch einwandfreies Chaos – und das von Mayhem. Insbesondere wenn man mal an die prägende, einflussreiche und vor allem extreme Geschichte der Band denkt, die uns allen mehr als bekannt ist, ist es fast schon widersprüchlich. Vielleicht sogar schon zu sauber für Mayhem? Nein. Denn dafür tobt das Chaos viel zu sehr in diesem Album. Ziemlich dominiert von den Drums, wie ich finde. Es ist zwar nichts absolut Neues oder Unbekanntes, aber man könnte vielleicht sagen es ist eine extremere, schnellere und düsterere Mischung aus den letzten Alben, die zudem deutliche rituelle und spirituelle Passagen bietet, die den Hörer gar einsaugen.
‚The Sentence of Absolution‘ – extrem, dramatisch, kalt und leicht verängstigend. Der letzte Song des Albums wird nach ausgiebigen Black Metal Parts durch beunruhigend, aber gleichzeitig hypnotisierend klingende Trommeln und Rasseln ausgeleitet, was etwas von einem okkulten Ritual hat, an dem man irgendwie teilnimmt. Enden tut der Song dann jedoch abrupt durch einen düsteren schamanisch klingenden Sound durch die Stimme von Attila.
Zudem gibt es noch zwei Bonus-Tracks: ‚Life is a Corpse You Drag‘ und ‚Santa Mendacia‘, die dem Album definitiv einen guten Zusatz bieten. Ein Zusatz, der das Gefühl verbreitet vom Tod abgeholt zu werden. Mitgehen tut man jedoch gern, würde ich sagen!
Chaos pur!
Ich persönlich fand es an der ein oder anderen Stelle vielleicht einen Hauch zu chaotisch. Leicht in den Wahnsinn treibend, aber irgendwie auf eine gute Art und Weise. Hören sollte man es aber definitiv!