
Cirith Ungol - All the Shadows
Hieß es vor zwei Jahren, dass man sich aus dem Musikgeschäft und dem Tourleben verabschiedet habe, beweist die kultigste aller Kultbands mit dem siebten Studioalbum "All the Shadows", dass noch lange nicht alles erzählt ist. CIRITH UNGOL, die aus der Helfte nun aus NIGHT DEMON bestehen veröffentlichen eins ihrer stärksten Alben.
Ich war froh, die Band zumindest einmal beim Deaf Forever Birthday Bash live gesehen zu haben, obwohl zu der Zeit auch kein Originalgitarrist mehr mit an Bord war und Armand John Anthony von Night Demon einsprang. Dieser arbeitete als Tontechniker und Produzent für die Band seit dem 2020er Album Forever Black. Nun ist er beim neuen Dreher der einzige Gitarrist und liefert eine einfallsreiche, angemessene Arbeit. Auch als Produzent glänzt er mit einem fetten Sound für dieses pechscharze Album. Doch fangen wir von vorne an: das wieder mal geniale Cover Artwork von Michael Wheelan erinnert schon ein Stück an das zweite Cirith Ungol Album "King of the Dead", welches immer noch mein Favorit in der Discographie der Band ist. Wir sprechen hier von einer der ältesten Metal Bands überhaupt. Die Wurzeln reichen bis 1971 zurück. Außerdem handelt es sich bei CIRITH UNGOL für eine der Bands, die dieses "Entweder liebe ich es, oder ich hasse es!!!" Ding verkörpert, wa sicher an Sänger Tim Baker liegt. Einige schwören auf ihn und reden von der Stimme des Teufels, andere können mit diesem hohen, teils monotonem Gesang überhaupt nichts anfangen. Auf "All the Shadows" ist eine der prächtigsten Leistungen des 70 Jährigen zu hören. Seine Stimme steht hier direkt im Mittelpunku, dieses starken Heavy Metal Albums. Wo das letzte Werk "The Dark Parade" irgendwann zu sehr im Doom unterging, lebt "All the Shadows" von der Abwechslung und einer gewissen boshaften Eingängigkeit. Hört euch Titel wie den treibenden Titeltrack oder das marschierende "This Mortal Stain" an. Mit der zweiten Hälfte des Albums haben Cirith Ungol einige ihrer stärksten Nummern überhaupt geschaffen. Das epische "Empty Toomb" bietet alles, was diese Band ausmacht: untergangshafte Riffs, einen irrwitzigen Refrain, einen treibenden Mittelteil und einen Tim Baker, der klingt wie der Leibhaftige. Dass er es auh ganz anders kann, beweist das ruhig startende "On broken Wings". Hier lässt er seine klare Stimme singen. An dieser Stelle hört man Einflüsse der frühen Black Sabbath. Erst gegen Ende nimmt diese Nummer Fahr auf. Mit einem wahnsinnigen Riff startet das teibende "Hollow Nimbus", welches mit schleppendem Chorus alles beerdigt. So klingt Kult! Das finale "Venus in Thirds" weckt Erinnerungen an "Master of the Pit", dem Höhepunkt von "King Of The Dead". Ein wunderbar böser Retrain und eine aberwitzige Gitarrenarbeit sorgen für eine der größten Ungol Nummern überhaupt. Leider klingt sie zu schnell aus.
Fazit: mit "All the Shadows" schaffen es die Wiederkehrer CIRITH UNGOL an ältere Großtaten anzuknüpfen. Alles was der Fan erwartet bekommt er hier geliefert: ein perfektes Michael Wheelan Artwork, kauzigen Epic Metal mit großartigem Sound und einen Tim Baker in Bestform!
Erhältlich auf Vinyl in diversen Farben, auf CD, als Download und streamen kann man das Album auch. Der wahre Anhänger besorgt sich natürlich das Vinyl! Danke CIRITH UNGOL!
Fazit: mit "All the Shadows" schaffen es die Wiederkehrer CIRITH UNGOL an ältere Großtaten anzuknüpfen. Alles was der Fan erwartet bekommt er hier geliefert: ein perfektes Michael Wheelan Artwork, kauzigen Epic Metal mit großartigem Sound und einen Tim Baker in Bestform!
Erhältlich auf Vinyl in diversen Farben, auf CD, als Download und streamen kann man das Album auch. Der wahre Anhänger besorgt sich natürlich das Vinyl! Danke CIRITH UNGOL!
Cirith Ungol - All the Shadows - Lyrics Video
