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Devin Townsend - The Moth (The War-Live)

VÖ: 06. November 2026  •   Label  InsideOut Music/Sony Music

Devin Townsend - The Moth (The War-Live)

Im Mai 2025 veröffentlichte Herr Townsend das Album The Moth. The Moth (The War-Live) ist der komplette Mitschnitt der Aufführung des Werkes am 27. und 28. März 2025 im niederländischen Groningen, also einige Wochen vor der Studioveröffentlichung. Das Studiowerk erwies sich als gut durchwachsen. Wie wird sich die Liveaufführung bzw. die Aufnahme davon abgrenzen?
Fragte ich mich, wo Steve Vai sind auf dem Studiowerk auswirkt und spekulierte, sagt das Presskit das jener der Mitautor des Stückes Intermission sei. Verwirrt zurückgelassen werde ich dadurch, dass das Studioalbum scheinbar durch ein anderes Orchester nebst Chor unterstützt wurde als bei der Liveaufführung. Hier soll es das Metropole Orchestra samt Chor unter der Leitung des Chefdirigenten Jukka Isakillas sein, der ebenfalls eine lange Beziehung zu Steve Vai pflegt. Vielleicht kann das auch als Schmuck am Nachthemd abtun. Dünn bleibt die Info auch nach weiteren Solisten, denn Anneke van Giersbergens Stimme schält sich nicht heraus. Lynn Wus Stimme ist definitiv bei Lexin und Lexin Returns zu vernehmen, und im Videoclip ist sie auch zu sehen.
Insgesamt gefällt mir der Livemitschnitt besser als das Studioalbum, weil einfach der Sound nicht zu komprimiert klingt. Allerdings ist in der Liveaufnahme eines sehr wirkmächtig im Mix: das Drumkit. Für mich erscheint ein solches Schlagzeug als Fremdkörper im Orchesterkontext (Tarja und Mike Terrana haben mit Beauty & The Beast das auch unter Beweis gestellt - Ironie aus). E-Gitarre und E-Bass sind nicht das Problem. Dem Gesamtsound dienlicher (auch auf dem Studioalbum) wären klassisches Orchester-Schlagwerk wie Pauken und andere Perkussionsinstrumente. Ich würde es gerne mal ohne das ordinäre Drumming hören. Großartig ist das Album ohne Schlagzeug. Der Opener Semi-Prologue bleibt genial, The Moth mit der Wiederholung des Motivs des Openers auch. Und Home At Night. 
 
Das anwesende Publikum feiert die Darbietung, Devin Townsend erweist sich als unterhaltsamer Entertainer und die bislang veröffentlichten Videoclips zeigen ihn auch als sich abrackernden Musiker. Und ein Rülpser ins Mikrophon lockert immer auf. 

Fazit: Wenn man vor einer Kaufentscheidung zwischen Studio- oder Livealbum hin- und herschwankt, rate ich zum Livealbum. Auch wenn ich dort keine Anneke van Giersbergen höre und Steve Vai persönlich nicht Gitarre spielt. Aber der aufgeräumtere Mix des Livealbums ist zu bevorzugen.   

 
 
Devin Townsend - War Beyond Words